Pressemitteilung des CDU-Verbandes Wernigerode, zur geplanten Ausrichtung des Christopher-Street-Days in Wernigerode am Pfingstwochenende 2025
Die Harzer Volksstimme hat vor wenigen Tagen berichtet, dass die Verantwortlichen des Christopher-Street-Day Harz (CSD) und Oberbürgermeister Kascha (SPD) vereinbart haben, den nunmehr dritten CSD in Wernigerode am 07. Juni 2025 zu genehmigen. Es handelt sich hierbei um das Pfingstwochenende, welches für den Einzelhandel, die Gastronomie, die Hotellerie und damit für die gesamte touristische Wirtschaft unserer Heimatstadt von immenser Bedeutung ist. Demonstrationen, wie der CSD, bedeuten eine hohe Polizeipräsenz, Einschränkungen für Verkehrsteilnehmer und eine stärkere Lärmbelästigung, weshalb nicht wenige Geschäftsinhaber ein verlustreiches Pfingstgeschäft befürchten. Es wäre daher in der Entscheidungsabwägung des Oberbürgermeisters richtiger gewesen, den Dialog mit allen Beteiligten im Vorfeld zu suchen. Diese Gelegenheit wurde verpasst.
Auf diese Umstände hat der CDU-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Matthias Winkelmann, in einem Social-Media Post am 17.01.2025 richtigerweise hingewiesen und wurde daraufhin von den Verantwortlichen des CSD Harz unangemessen kritisiert. In dem Kommentar wurden Matthias Winkelmann „Angst, Hass, Vorurteile“ und Homophobie“ unterstellt. Hier ist festzuhalten, dass die Verantwortlichen des CSD Harz offensichtlich selbst nicht die Werte pflegen, die sie von den Mitmenschen erwarten. Dazu gehört es, andere Meinungen, die nicht der eigenen Haltung entsprechen, zu respektieren. Zudem sind in den Worten von Matthias Winkelmann keinerlei Ressentiments zu erkennen.
Die erste Ausrichtung des CSD in Wernigerode wurde 2023 gut besucht. Im letzten Jahr fanden sich bei der Veranstaltung allenfalls noch 100 Personen zusammen. Das Interesse hat spürbar nachgelassen. Darüber hinaus haben öffentlich zur Schau gestellte Fetische bei vielen Einwohnern für Irritationen gesorgt. Wir ermutigen die Organisatoren daher, die Veranstaltung weiterhin zu reflektieren und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen, um ein breiteres Publikum anzusprechen und mögliche Missverständnisse zu vermeiden.
Unabhängig davon geht es darum, künftig tragfähige Kompromisse zu finden, die das Versammlungsrecht, die Anliegen der innerstädtischen Wirtschaft und der Einwohner der Stadt in Einklang bringen, um die Stadt für Alle attraktiv zu halten. So könnte der CSD nicht zum Pfingstwochenende, sondern zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt stattfinden. Die Initiatoren des CSD-Harzes haben zudem in öffentlichen Stellungnahmen selbst immer wieder betont, dass das Veranstaltungsformat nicht nur in einer Stadt, sondern jährlich abwechselnd auch in anderen Städten unserer Heimat stattfinden soll. Wir unterstützen diese Idee, um die Vielfalt der Region hervorzuheben. Wir laden alle Interessierten ein, an einem offenen Austausch über die Gestaltung zukünftiger Veranstaltungen teilzunehmen, um gemeinsam eine positive Atmosphäre zu schaffen.
Im Auftrag des Vorstandes
Oliver Zeis
Vorsitzender CDU-Stadtverband Wernigerode