Wie die Volksstimme in ihrer Ausgabe vom 21.03.2025 mitteilte, ist der lokale Autozulieferer „Getriebe- und Antriebstechnik Wernigerode“ (GAW) insolvent geworden, wovon etwa 300 Mitarbeiter und deren Familien betroffen sind. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die gesunkene Nachfrage des Hauptlieferanten sind hierbei die wesentlichen Gründe für diese Entwicklung. Für Wernigerode ist dieser Umstand ein historischer Einschnitt, da es sich um einen Traditionsbetrieb handelt, der bereits seit vielen Jahrzehnten ein fester Bestandteil unseres Wirtschaftsstandortes ist. Die Betroffenen brauchen nun Perspektiven und Chancen, die ein zukunftssicheres Arbeiten in unserer Stadt langfristig ermöglichen. Auf kommunaler Ebene sind unsere Einflussmöglichkeiten auf landesweite und globale Entwicklungen begrenzt. Dennoch können wir vor Ort Rahmenbedingungen schaffen, die neue Investitionen und Arbeitsplätze fördern. Eine vorausschauende Wirtschafts- und Standortpolitik ist daher entscheidend. Mit der gezielten Entwicklung von Industrie- und Gewerbeflächen sowie der aktiven Ansprache von Investoren können wir dafür sorgen, dass Wernigerode für neue und innovative Unternehmen attraktiv bleibt. In benachbarten Städten wie Halberstadt oder Quedlinburg haben kluge Entscheidungen gezeigt, dass durch gezielte Wirtschaftsförderung neue Arbeitsplätze entstehen können. Auch Wernigerode hat diese Chance. Die CDU-Fraktion setzt sich seit Jahren dafür ein, dass neue Industrie- und Gewerbegebiete geschaffen werden, die von Oberbürgermeister Tobias Kascha (SPD) als unnötig erachtet werden. Gerade jetzt ist der richtige Zeitpunkt, zukunftsweisende Weichen ohne Bedenkenträgerei zu stellen. Wir schlagen vor, dass nach der erfolgten Standortanalyse verschiedene Investoren sowie zukunftsorientierte Firmen direkt angesprochen werden sollten, immer in Dialog mit betroffenen Arbeitnehmern, Unternehmen und allen Bürgerinnen und Bürgern. Wir laden dazu ein, sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen – sei es durch Anregungen, Bürgerversammlungen oder direkte Gespräche mit uns. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Wernigerode wirtschaftlich stark und zukunftsfähig bleibt.